Archiv der Kategorie 'Rassismus/Migration/NoBorder'

Judenhass in Malmö

Ein Reporter setzt in der schwedischen Stadt Malmö eine Kippa auf und wird von Muslimen übelst beschimpft. Es gibt also in Europa sehr wohl No-go-Zonen – für Juden.

Es war ein schwedisches Experiment vor dem Hintergrund des mörderischen Anschlags auf den koscheren Supermarkt in Paris vom 7. Januar: Für die Sendung «Uppdrag granskning» (Auftrag Ermittlung) schickte das Fernsehen den Reporter Petter Ljunggren mit einer Kippa, der traditionellen Kopfbedeckung männlicher Juden, und umgehängtem Davidstern in die Stadt Malmö.

Wie die versteckte Videokamera in verwackelten Schwarzweissbildern festhält, ruft ein Mann im Zentrum Malmös Ljunggren «jüdische Scheisse» zu und fordert ihn auf, zu verschwinden. Ein anderer Mann ballt drohend seine Faust und schreit: «Hau ab, Satansjude!» Die Drohungen werden so heftig, dass das Team immer wieder den Abzug erwägt.

Per SMS aufgefordert, Eier zu schmeissen

Auch ein Motorradlenker bedroht den als Juden verkleideten Journalisten. Im Vorort Rosengrad macht sich ein mehrköpfiger Mob sogar daran, die Reporter anzugreifen. Als Reporter Ljunggren und ein Begleiter weggehen, werden von Häuserfenstern aus Eier nach ihnen geworfen. Laut dem Bericht wurden Anwohner per SMS dazu aufgefordert, Eier zu werfen.

Nach einer auf einer amerikanischen Website übersetzten Zusammenfassung in der schwedischen Zeitung «Expressen» zieht die Fernsehsendung den Schluss, dass der Antisemitismus in Schweden nicht mehr länger aus dem Dunstkreis von Neonazigruppen kommt: «Stattdessen dreht sich der Judenhass um den Konflikt zwischen Israel und Palästina.» Hintergrund ist der hohe Anteil von – je nach Zählung – 20 bis 30 Prozent muslimischer Immigranten in Malmö. Die mit 300′000 Einwohnern drittgrösste Stadt Schwedens ist seit Jahren berüchtigt für antisemitische Zwischenfälle.

Juden fühlen sich nicht mehr sicher

Laut «Expressen» erklärte die Menschenrechtsorganisation Simon Wiesenthal Center Malmö schon 2010 als gefährlich für Juden. In den letzten zwei Jahren zählte die Polizei 137 antisemitische Verbrechen in der Stadt.

Die TV-Sendung porträtiert auch jüdische Einwohner Malmös. Etwa den aus den USA stammenden Shmuel Goldberg. Er beschreibt einen Angriff, der ihn für Wochen in Angst versetzte (siehe Video oben). Ein anderer, Ammon Tsubarah, sagt: «Es hat einen Grad erreicht, dass man sich nicht mehr sicher fühlt. Man will nicht mehr länger hier bleiben.» Die Zahl der Juden in Malmö ist inzwischen auf 600 gesunken.

Wie in Schweden, so in Frankreich

Die zunehmenden Probleme für Juden in Schweden haben ihre Entsprechung in Frankreich. Nach einer Mitteilung des jüdischen Dachverbands vom Dienstag hat sich dort die Zahl antisemitischer Attacken 2014 im Vergleich zum Vorjahr auf 851 verdoppelt. An dem am gleichen Datum gewürdigten 70. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz bezeichnete Präsident François Hollande den Antisemitismus als «Geissel» für Frankreich.

Die Erkenntnisse des schwedischen TV-Programms wurden weder in Europa noch in den USA von den grossen Medien aufgenommen. Widerhall fanden sie bloss in Israel und auf konservativen amerikanischen Websites wie Breitbart und Right Side News.

Fox News doch nicht so daneben?

Für einen dieser Kanäle, Fox News, ist die schwedische Sendung teilweise eine Bestätigung. Der US-Sender wurde verlacht, als er nach dem «Charlie-Hebdo»-Angriff von Muslimen bewohnte Quartiere in Europa zu No-go-Zonen stilisierte. Jetzt lässt sich mit einigem Recht sagen: Es gibt diese Zonen tatsächlich – zumindest für Juden.

Quelle: http://www.20min.ch/panorama/news/story/Ein-schwedischer-Reporter-testet-den-Judenhass-11672480

Pegida -Logik

Extra 3 basht Pegida

Sehr schön! In der Sendung extra3 gestern nahm Christian Ehring kein Blatt vor dem Mund und kritisierte Pegida und ihre Anhänger auf’s schärfste.

Kann man diese Leute einfach nicht mehr so nennen, als das was sie sind: herzlose Egoisten, die im reichsten Land der Erde wohnen und ihren Wohlstand ernsthaft gegen Menschen verteidigen wollen, die in höchster Not hierhin kommen

- Christian Ehring

Leider kann das Video hier nicht eingebettet werden, drum untenstehend auf den Link klicken

Video anschauen (weiter zur ndr/extra-seite)

#YouGeHa – Youtuber gegen Fremdenhass

Diese Videos sind Teil von #YouGeHa, über das zweite Video gelangt ihr zur ganzen Playlist (klickt auf den Titel, dann öffnets Youtube)

YouTuber positionieren sich gegen Fremdenhass und Ausgrenzung: Unter dem Hashtag #YouGeHa (YouTuber gegen Hass) veröffentlichen sie jeden Tag neue Videos mit persönlichen Statements für mehr Toleranz. Mit dabei sind unter anderem LeFloid, Die Klugscheisserin, Michael Buchinger und Faktastisch.

Von Nora Burgard-Arp

“#YouGeHa ist keine Kampagne ausschließlich gegen Pegida”, heißt es auf der offiziellen Webseite der Aktion. Zwar hätten einige der Stimmen, die im Rahmen von Pegida-Demonstrationen laut werden, #YouHeGa deutlich beeinflusst. Aber die Organisatoren betonen, man könne die Teilnehmer der Pegida-Demos und deren Anliegen nicht in eine Schublade stecken: “#YouGeHa steht generell für Toleranz – auch gegenüber anderen Religionen.”

Eine Woche lang veröffentlichen die teilnehmenden YouTuber die Videos auf ihren Kanälen, gruppenweise jeweils um 15 Uhr. Sie verweisen gegenseitig in den Clips aufeinander. Außerdem gibt es eine Playlist, in der alle Videos unter dem Hashtag #YouGeHa veröffentlicht werden. Die Themen der Beiträge reichen von philosophischen Fragestellungen wie “Warum hassen wir andere?” über Pegida-Satire bis zu Faktenchecks und Mini-Dokus. Auch die Zuschauer werden aufgerufen, ihre Erfahrungen und Meinungen im Social Web zu teilen – als persönliches Zeichen gegen Fremdenhass.

#YouGeHa entstand in den den Sozialen Netzwerken, die Planungen begannen im Dezember in einer Facebook-Gruppe. Die Organisatoren betonen: “Diese Kampagne ist nicht “gekauft”, dahinter steckt kein großer Auftraggeber, kein Unternehmen, keine Medienredaktion, kein Ministerium, kein politischer Bildner. Wer mitmacht, tut das, weil er oder sie selbst das Thema angehen will.”

Kontaktversuch: „Lügenpresse“ trifft Pegida

Immer wieder beschweren sich die Pegida-Teilnehmer, ihre Äußerungen würden manipuliert. Hier zeigen wir die Panorama Interviews in voller Länge. Hinweis: Bei einem der Interviewten handelt es sich um einen verdeckt recherchierenden RTL-Reporter, wie Panorama erst nach den Dreharbeiten erfuhr. Der Kommentar der Panoramaredaktion: http://daserste.ndr.de/panorama/

>zum Video (weiter zur ARD Mediathek)

Interviews in voller Länge | Spiegel: Undercover in Dresden: Die dubiosen RTL-Methoden bei Pegida-Recherchen | Ich bin ja kein Rassist aber… (PDF, BGR CH)

Die Anstalt: Die PEGIDA in Dresden

Dunkle Zeiten in der Ukraine

Beim Sturz des Präsidenten im Zuge der Maidan-Revolution war immer wieder eine schwarz rote Fahne zu sehen. Sie ist Symbol der dortigen Neonazis, genauer des „Kongress Ukrainischer Nationalisten“ die zusammen mit der (ebenfalls rechtsextremen) Vereinigung Swoboda einen enormen Aufschwung in der Ukraine erlebt. Die jetzige Regierung, so scheint es mir zumindest, wollen gegen die braunen Horden aber auch nicht aktiv werden, waren die Neonazis doch eine wichtige Kraft im Umstutz und stehen jetzt quasi in ihrer Schuld.

Und so marschieren die Neonazis nun wieder regelmässig auf, wie z.B. gestern

Der Hass gegen die Polizeikräfte ist immernoch sehr gross. Was hier auffällt, die Polizeikräfte wehren sich nicht gross

das ist mir schonmal aufgefallen, vorallem hier bei einem frühren video (noch von der zeit bei der maidan-revo)

Warum das so ist? Wer’s weiss: in die Kommentare poste, danke ;-)

DGB-Haus: Flüchtlingsbesetzung von Polizei brutal geräumt

Was ging denn da ab?

Flüchtlinge besetzten seit mehreren Tagen das DGB-Haus in Berlin. Anstatt sich mit den Flüchtlingen und ihrer Situation auseinanderzusetzen , setzte sie diesen auch schnell ein Ultimatum. Nachdem dieses abgelaufen war wurde Anzeige wegen Hausfriedensbruch gemacht. Die Bullen waren dann auch schnell da. Was dann ablief seht ihr im folgenden Video:

Es ist eine Schande zu sehen das sowas in einem Haus der DGB passiert. Zum kotzen auch die vermeintlichen Erklärungsversuche des DGB. Einige Auszüge:

Die politische Arbeit wurde empfindlich gestört und behindert

Oh, das ist ja sooo schlimm. Hauptsache nicht mit dem Thema richtig ausienandersetzen. Es sind ja nicht 5 Millionen auf der Flucht. Hauptsache ihr könnt an euren scheiss Schreibtisch – und das gefälligst ungestört. Scheuklappen-Styl.

Dieses Gewerkschaftshaus[…]hat klar umrissene soziale und gewerkschaftspolitische Aufgaben. Flüchtlingshilfe gehört nicht dazu, damit sind die Gewerkschaften überfordert

Ja die Gewerkschaft hat soziale Aufgaben. Und genau dazu gehört für mich eben nicht das man die Polizei auf Flüchtlinge hetzt, diese Flüchtlinge die eben oft auch Arbeiter sind und durch ihren Status oft besonders leiden. Der DGB Berlin tut hier gerade so als wär er eine Behörde und man solle sich an die richtige Zuständigkeitsstelle wenden.

Fuck DGB

Flüchtlinge: Hauptsache nicht vor der eigenen Tür?

Seit dem zweiten Weltkrieg soll es noch nie so viele Flüchtlinge gegeben haben – über 50 Millionen Menschen sollen zurzeit auf der Flucht sein. Viele davon landen in europäischen Ländern wie Deutschland. Die Unterkünfte platzen aus allen Nähten – die Suche nach neuen Unterkünften für Flüchtlinge gestaltet sich sehr schwierig. Der NDR hat eine Reportage gemacht in der diese schwierige Suche dokumentiert wird. Schwierig deshalb weil die Flüchtlinge alles andere als willkommen scheinen – oft trifft man auf Ängste und Kleinbürgerdenken u.v.m. wonach ihre ‚heile Welt‘ unangetastet bleiben soll. Quasi: Überall, nur nicht hier.

Leier können wir das Video nicht in den Blog einbetten, deshalb bitte hier oder auf das Bild klicken um zum Video zu gelangen.

Calais: Neonazis hetzen gegen Flüchtlinge

In Calais marschierten die Neonazis auf um gegen Flüchtlinge zu hetzen.

In Calais an der Nordküste Frankreichs leben laut Berichten mehr als 1000 Flüchtlinge in besetzten Häusern und Notunterkünften. Die Meisten von ihnen versuchen, sich bis nach Großbritannien durchzuschlagen. Ihre Verzweiflung in Calais hat inzwischen ein solches Ausmaß angenommen, dass vor Kurzem ungefähr 80 Flüchtlinge den dortigen Haupthafen gestürmt haben und als blinde Passagiere einer Fähre über den Kanal wollten. Der unterschwellige Ärger über die Refugees entlud sich am darauffolgenden Wochenende, als viele Einwohner von Calais an einer Demonstration teilnahmen, die von einer stark rechts orientierten Gruppierung namens „Sauvons Calais“ organisiert wurde.

VICE News war bei der Demonstration dabei. Dort wurde viel geboten—unter anderem mit Neonazis verkehrende Redner, Rufe nach Ausrottung und sogar der Hitlergruß. Wir besuchten auch ein neues Migrantenlager in einer alten Recyclinganlage, wo viele Menschen ein neues Zuhause fanden, nachdem die Polizei im Juli andere Camps zerstört hatte. Für die Rechten ist dieser Ort eine ständige Quelle der Verärgerung, während die Bewohner dort auf eine bessere Zukunft hoffen.

Nicht alle schauen aber nur zu, einige Antifaschisten leisten in Calais auch tatkräftig Wiederstand gegen die Neonazis