Archiv der Kategorie 'Militarismus/Krieg'

Basel im Ausnahmezustand

Die OSZE-Ministerratskonferenz vom 4. und 5. Dezember bedeutete eine Woche lang erhebliche Einschnitte im Alltag der Gastgeberstadt Basel. Wir führten dutzende Interviews und begleiteten die Sicherheitsvorbereitungen und das breite Spektrum an Protestveranstaltungen mit drei Kameras. Höhepunkt der Gegenaktionen war die Demo am Freitag, die in Strassenschlachten zwischen Polizei und Demonstranten endete.

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Kampfsimulator bei der US Army

Übrigens finanziert die US Army auch ein eigenes Videogame das hier zum Einsatz kommt. Bald erscheint auch ein neuer Ableger der auch grafisch auf dem neusten Stand ist. Das ganze ist aber sehr problematisch: Die Kriegsmaschienerie der USA kann durch den Verkauf Einnahmen in Millionenhöhe erzielen. Weiter dient das Spiel auch dazu Personen für den echten Krieg anzuwerben, für den Krieg ‚heiss‘ zu machen und schlussendlich dazu bringen möchte in die Army einzutreten. Insofern ist es auch eine Rekrutierungsplattform. Unter anderem finden sich auf der Webseite des Spiels unzählige Aufrufe, Weblinks und Verweise in die Army einzutreten. Weiter hat die Army so die Möglichkeit das Game auch für interne Ausbildungen zu benutzen (siehe auch Video oben) da sie direkten Zugriff auf den Code haben.

Zu guter letzt noch ein Video von Eisenhower der schon damals vor dem militärisch industriellen Komplex warnte mit all seinen Zweigen und Auswirkungen

USA: Militarisierung der Polizei

In Ferguson, USA wurde wieder ein Jugendlicher von der Polizei erschossen. Auch dieses mal gehen die Leute lautstark auf die Strasse – und treffen dabei oft auf eine Polizei, die mit Kriegsgerät aufgerüstet wurde. Maschinengewehre, Flugzeuge, Panzer: Nach dem Rückzug aus Afghanistan und Irak gibt die US-Army überzählige Waffen an die Polizei weiter. Sogar in Kleinstädten entstehen paramilitärische Einheiten. Allein von 2010 auf 2011 stieg der Wert der von Leso weitergegebenen Militärgüter von 212 Millionen Dollar auf 498 Millionen.

Ein Bericht dazu von ntv


Zum Videobeitrag (öffnet neue Seite)

mehr Informationen zu dem Thema findet sich in einem ausführlichen Bericht von Spiegel Online

Zwischen den Fronten

In Syrien fallen weiter Bomben und es herrscht Bürgerkrieg. Auch wenn man in den Nachrichten nicht mehr so oft davon hört, gehen die Kämpfe und die Bombardements unvermindert weiter. Musste die Kämpfer der Freien syrischen Armme“ lange Zeit „nur“ gegen die Armee kämpfen, müssen sie sich nun auch der IS stellen.

VICE startet aktuell eine mehrteilige Videoserie über die Kämpfer der Freien syrischen Armee, die sich in den zerbombten (Geisterstädten) durchkämfpen. Hier Teil 1

Aleppo ist Syriens größte Metropolregion und ein jahrtausendealtes Handelszentrum. Heute gleicht es beinahe einer Geisterstadt und ist sowohl durch Luftangriffe des Assad-Regimes als auch den Rebellenoffensiven am Boden von weiterer Zerstörung bedroht.

VICE News ist der Islamischen Front durch die geheimen unterirdischen Tunnel bis hin zu den bedrohten Außenposten an der Front in der zerstörten Altstadt Aleppos gefolgt, wo das Rebellenbündnis trotz verschwindend geringer Chancen darum kämpft, die Kontrolle über die Symbolhauptstadt der syrischen Revolution zu behalten.

Wie bereits erwähnt sind viele Städte total zerbombt. Das dort aber nur noch Kämpfer/innen leben, ist aber falsch. Es gibt Famillien und darunter auch Kinder die sich entschlossen haben dort zu bleiben. Eine sehr interessante, wenn auch zum Teil schockierende, Doku berichtet über Kinder und ihr Leben in der umkämpften Stadt Aleppo.

Wenn Krieg schon schrecklich ist für Erwachsene, was richtet er dann erst in den Seelen der Kinder an? Über drei Jahre schon kämpfen die Rebellen gegen die Armee Assads: Mindestens 7000 Kinder wurden getötet, eine Million flohen aus dem Land. Viele Kinder Syriens leiden weiter unter Hunger, den Granaten, den Heckenschützen und den Luftangriffen. Viel zu viel Leid für kleine Seelen…

Abu Ali und seine Frau Hala haben drei Töchter, Helen, Farah, Sara und einen Sohn, Mohammed. Abu Ali ist Kommandeur eines Bataillons der Freien Armee in Aleppo und er hat mit seiner Frau und den Kindern entschieden, das sie alle zusammen bleiben wollen. Sie leben in einem der Häuser an der Front, aus denen die Menschen nach den schweren Luftangriffen von Assads Armee geflohen sind – weit jenseits der Viertel in denen noch ein Hauch von „Normalität“ in Aleppo zu spüren ist.

Marcel Mettelsiefen hat das Vertrauen dieser Familie gewonnen und ein paar Tage lang ihren Alltag filmen dürfen: Was Helen, Farah, Sara und Mohammed ihm erzählten, das ist das zutiefst verstörende Zeugnis der Schrecken des Krieges aus Kindermund – wie ein Weckruf an die Welt, endlich irgendetwas zu unternehmen, um dem Grauen in Syrien ein Ende zu setzen.

Waffen – ein Bombengeschäft

SVPler am Gewehr

zuerst das Video:

Könnte man doch glatt meinen das sei echt oder? Nicht ganz, das Video wurde nachsinchronisiert. Der Macher wurde nach Veröffentlichung des veränderten Videos prompt von der Militärpolizei abgeholt und verhört. Beim Typ der am Gewehr ist handelt es sich übrigens um niemanden geringeren als den Rassisten Ueli Maurer der SVP, welcher auch der bundesrätliche Chef der Armee ist.

ZÜRICH – Das Video über Scharfschütze Ueli Maurer ruft die Militärpolizei auf den Plan.

Das Video namens «Schnütz» sorgt für Furore auf Youtube. Nach der Verlinkung auf «Blick.ch» haben es sich innerhalb eines Tages über 32’000 User angeguckt. Der Inhalt: Verteidigungsminister Ueli Maurer am Scharfschützengewehr auf dem Schiessplatz auf dem Glaubenberg OW – und die Wunde, die er sich durch den Rückschlag zufügt.

Lustig macht das Video allerdings der Ton. Statt des Originals hört man einen «Instruktor», der Maurer auf Walliserdeutsch Tipps gibt: «Da Ueli, das Ziel ist drei Meter neben dem Minarett. Jetzt schiessen wir scharf», sagt die Stimme. Und dann: «Ueli, al akbar!» (in Anlehnung an den muslimischen Gebetsruf).

Gar nicht lachen kann Daniel F.* (25) aus Salgesch VS. Ihm gehört die Synchronstimme: «Ich habe jetzt Riesenprobleme mit der Militärpolizei», sagt er zu «Blick am Abend». «Die haben mich fünf Stunden lang verhört.»

Denn als Filmer fürs Militär verbrachte er bei den Scharfschützen einen Gast-WK. Hier hatte er die Aufgabe den Besuch von Verteidigungsminister Maurer zu dokumentieren. Dass es das Material für ein privates Spässchen nutzte, wurde ihm jetzt zum Verhängnis.

Er hatte den Film schon Ende Juli hochgeladen: «Ich habe ihn dann nur 25 Freunden zugänglich gemacht», sagt Daniel. Nach dem Verhör mit der Militärpolizei hat er ihn schleunigst wieder gelöscht. «Jemand aus meinem Bekanntenkreis scheint ihn aber gesichert und wieder hochgeladen zu haben.» Daniel beteuert, dass er nicht hinter dem Youtube-User «limbonr1» steckt, über dessen Account das Video momentan läuft. «Das ist ein Anonymer».

Dass das Militär so rabiat gegen das Filmchen vorgeht, kann der Walliser nicht verstehen: «Es ist doch lustig und sympathisch.»

Im Departement Maurer will man sich zum Fall nicht äussern. «Das ist Ueli Maurer zu blöd», sagte ein Sprecher heute. Zudem ist man nicht der Meinung, dass die Militärpolizei zu hart gegen den Filmer vorgehe: «Da ist er selber Schuld».

Daniel ist dem Militär übrigens nicht zum ersten Mal negativ aufgefallen. Bereits vor ein paar Jahren lud er den Film «Panzerkinder» auf Youtube, der die Schweizer Armee nicht gerade von der positivsten Seite zeigt.

* Name der Redaktion bekannt

Tödliche Feindbilder – Was die Intifada Kinder empfinden

Als der britische Kameramann James Miller begann seine Dokumentation über die Intifada-Jungen in Gaza zu drehen, konnte er nicht wissen, dass dies sein letzter Film sein würde. Sein professionelles Engagement für die Schwachen und Verletzlichen kostete ihn schließlich das Leben.

Der 34jährige Dokumentarist Miller wollte wissen, wie die halbwüchsigen Steinewerfer in Gaza leben. Warum suchen sie das Risiko? Was denken sie über die Israelis? Wie stellen sie sich ihre Zukunft vor? Oder hat der tägliche Umgang mit der Gewalt bereits ihre Seele vergiftet, ihr Leben zerstört?

Während Miller drei Jugendliche porträtiert, stirbt ein Freund von ihnen an den Folgen eines israelischen Schusses. Wenig später wird James Miller nachts trotz deutlicher Kennzeichnung als Fernseh-Mann selbst erschossen.

Miller und seine Co-Autorin Saira Shah haben als Team mehrfach den „Emmy“ und andere internationale Auszeichnungen erhalten. Urteil eines Juroren: „In jeder Einstellung sind Millers Fürsorge und Einfühlungsvermögen zu spüren. Das ist mehr als bloßes Filmen.“

Surplus oder Konsumterror

Für dieses Mittwoch-Special eine wirklich sehr interessante und wertvolle Doku über die Gesellschaft, Verhältnisse, den Konsum etc. aber auch Gegenbewugungen wie Globalisierungskritiker, Anarchisten… watch it! :-D

Die destruktive Natur der Konsumkultur „Wir sind dem Konsumterror ausgesetzt und “Surplus oder Konsumterror” stellt den Versuch dar, die Kommunikations-Sklaven der ersten Welt – ein Fünftel der Bevölkerung verbraucht vier Fünftel der natürlichen Rohstoffe – zum Nachdenken zu bringen.“ (John Zerzan) “Surplus oder Konsumterror” wurde 2003 auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival Amsterdam mit dem “Silver Wolf Award” ausgezeichnet.

Der 4.Weltkrieg

Millionen Obdachlose in Südafrika kämpfen für das Recht auf eine Unterkunft und gegen die Wasserprivatisierung. In Chiapas vertreiben Indigenas die Armee der mexikanischen Regierung, die ihr Land an den globalen Markt ausverkauft. Nach dem ökonomischen Zusammenbruch in Argentinien im Dezember 2001, sehen wir den Aufstand und den Versuch einer Bevölkerung, ein Leben jenseits von Staat und Markt zu organisieren.

Nach einer drastischen Liberalisierung des Arbeitsmarktes in Süd-Korea 1997 gehen Millionen Arbeiter und Arbeiterinnen auf die Straße in einem der größten Streiks der jüngsten Geschichte. Massiver ziviler Ungehorsam gegen Wirtschafts- und Regierungsgipfel in Quebec und Genua lösen bürgerkriegsähnliche Zustände in den Metropolen der Industriestaaten aus.

Hier kommen Menschen zu Wort, die sich weigern sich dem Terror zu beugen und die ihre Träume von einer gerechten Welt nicht durch Armeen, Angst oder Verzweiflung besetzen lassen.

Ein Film, der mit inspirierenden Bildern und poetischen Worten über die weltweiten sozialen Bewegungen gegen Neoliberalismus erzählt. Er zeigt eine Welt, die zunehmend auf Gewalt und den sogenannten „Krieg gegen den Terror“ angewiesen ist, um ihre Regierbarkeit aufrecht zu erhalten. Es sprechen die Dichterin und Aktivistin Suheir Hammad und Sänger Michael Franti (Spearhead).

Trailer:

Der vierte Weltkrieg [ www.cinerebelde.org ]

Film:

Why we fight – War sells – Die Kriegsgeschäfte der USA

1961 warnte der scheidende US-Präsident Dwight D. Eisenhower in seiner Abschiedsrede vor der zunehmenden Verflechtung von Militär und Industrie und dem wachsenden Einfluss dieses militärisch-industriellen Komplexes auf die Politik der Vereinigten Staaten. Mehr als 40 Jahre später ist diese Warnung mehr denn je aktuell. Schon immer waren Kriege auch gut für die Geschäfte, jetzt aber sind Unternehmen direkt am Krieg beteiligt. Im Irak-Krieg haben die USA ihr Gewaltmonopol aufgegeben und klassisches militärisches Handeln ist an zahlreiche Privatfirmen ausgelagert worden. Dabei ist ein undurchsichtiges Netz von Söldnern, Sicherheitsdiensten und Spezialeinheiten entstanden, deren Aktivitäten nur schwer zu kontrollieren sind. Der New Yorker Filmemacher Eugene Jarecki bietet in seiner Dokumentation Why We Fight – Die guten Kriege der USA eine schonungslose Innenansicht der Vereinigten Staaten. Vor dem Hintergrund der zahlreichen von Amerika in den letzten Jahren geführten Kriege analysiert er, wie sich das Verhältnis der USA zum Krieg verändert hat. Warum führt Amerika Krieg? Und welche politischen, ökonomischen und ideologischen Kräfte stehen hinter Amerikas Militärmaschinerie und treiben diese weiter voran? Das sind Jareckis zentrale Fragen, die er durch zum Teil hochkarätige Zeugen und eindrucksvolles Archivmaterial zu beantworten sucht. Opfer und Täter der US-Kriegshandlungen, menschliche Schicksale im Umfeld des Moloch Militär, Abtrünnige und Freiwillige geben der story ihr emotionales Gerüst. Vor dem Panorama eines oft kriegsbereiten Landes entsteht ein irritierendes Zeitdokument, das stets um eine Frage kreist: Why we fight – wofür wir kämpfen. Die Produktion Why We Fight ist 2005 beim Sundance Filmfest in den USA mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet worden.