Archiv der Kategorie 'Kapitalismus/Ausbeutung'

Smash ECB – Mobivideo

Smash ECB – 18.03. Frankfurt from Peter Pan on Vimeo.

Face the players, fight the game

M18: Die EZB-Eröffnungsparty crashen

Im Frühjahr 2015 bekommt die europäische Krisenpolitik ein Wahrzeichen: Der neue Hauptsitz der Europäischen Zentralbank (EZB) wird in Frankfurt eröffnet. Bei einem großen Festakt werden sich Regierungsvertreter_innen aus ganz Europa zu ihren bisherigen Krisenlösungen gratulieren und sich (und uns) auf die nächste Runde Austeritätspolitik einstimmen. Der Ausnahmezustand soll institutionalisiert werden.

Doch massenhaft Menschen werden die Feier stören, denn Krisenlösungen im kapitalistischen Rahmen sind eine Katastrophe für die Menschen. Das Frühjahr 2015 wird so hoffentlich auch ein Wahrzeichen des Widerstands gegen die europäische Krisenpolitik, wenn Tausende von Menschen aus den europäischen Ländern und darüber hinaus zu den Aktionstagen gegen die EZB-Eröffnung anreisen. Wir rufen die antiautoritären Bewegungen dazu auf, sich an den Aktionen und Diskussionen zu beteiligen. Lasst uns diese Möglichkeit nutzen, um für die transnationale Selbstorganisierung im Kampf gegen Staat und Kapital zu werben und die Herrschaftsfeierlichkeit zu unserer Party zu machen.

Die EZB als Symbol und transnationaler Staatsapparat

Die Regierungen Europas betreiben mit der EZB eine rigide Austeritätspolitik, die zu sozialen Verwüstungen insbesondere in Südeuropa geführt hat. Ein Ende ist nicht absehbar, denn trotz der Sparmaßnahmen und geöffneten Geldschleusen stagniert die Wirtschaft: Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung dauern an, Investitionen bleiben aus. Die Krise wird also weiter um sich greifen, die Krisenpolitik auf Dauer gestellt. Die EZB ist der transnationale Staatsapparat dieser Krisenpolitik, durch die immer weniger Reiche reicher und immer mehr Arme ärmer werden. Die EZB ist somit eines der wichtigsten, wenn nicht das Symbol gegenwärtiger kapitalistischen Herrschaft in Europa. (mehr…)

Verboten und versteckt – Saisonnierkinder erzählen

Bis 2002 arbeiteten Hunderttausende Saisonniers in der Schweiz. Die Familie durfte nicht mit. Viele hielten die Trennung nicht aus. Tausende „Schrank-Kinder“ aus Italien, Spanien, Portugal und Ex-Jugoslawien wuchsen hier im Versteckten auf. Dieser Film verleiht ihnen eine Stimme.

Sie verbrachten den Tag zu Hause, durften nur spielen, was keinen Lärm verursachte. Im Film sprechen der Spanier Javier P., die Spanierin Aurora P., der Italiener Luigi F. und die Italienerin Catia P. über ihre klandestine Kindheit. Über eine Schweiz, die sie nur aus den Erzählungen der Eltern kannten.

Der knapp siebenminütige Film wurde im Herbst 2014 von Regisseurin Karin Baumann gedreht und von Lomotion für den SGB produziert. Am SGB-Kongress vom 23./24. Oktober wurde das eindrückliche Dokument zum ersten Mal vorgeführt. Seine öffentliche Premiere erlebt der Film an der Unia-Tagung und Ausstellung „Baracken, Fremendenhass und versteckte Kinder – Darum darf es in der Schweiz kein neues Saisonnierstatut geben“ vom 7.–13. November in Bern.

Denn nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative soll der Arbeitsmarkt wieder über Kontingente geregelt werden. Es droht ein neues Saisonnierstatut. Wieder müssten Kinder versteckt aufwachsen. Doch für Javier P., Aurora P., Luigi F. und Catia P. ist ebenso klar wie für den SGB: Diese Geschichten dürfen sich nicht wiederholen.

Ein Film des Schweizerischen Gewerkschaftbunds (SGB)
Regie: Karin Baumann
Produktion: Lomotion

Proteste gegen Studiengebühren in London



Tausende Studenten haben am Mittwoch in London gegen eine Erhöhung der Studiengebühren und die geplante Kürzung der Bildungsausgaben demonstriert. «Studiengebühren? Niemals! Besteuert die Reichen und lasst sie zahlen», riefen die Demonstranten bei dem Protestmarsch.

«Bildung ist ein Recht und keine Ware», hiess es auf einem der Plakate. «Wir wollen freie Bildung für alle. Sie macht ökonomisch Sinn», sagte der 26-jährige Nehaal Bajwa, der jährlich 9360 Pfund (rund 14′000 Franken) für einen Masterstudiengang in Wirtschaft zahlt. «Haufenweise Geld geht an die Banken. Wir wollen, dass es in die Schulen fliesst.»

Gruppe versucht Parteigebäude der Konservativen zu stürmen

Nach dem friedlichen Beginn der Demonstration kam es zu Zusammenstössen, als eine Gruppe das Parteigebäude der Konservativen zu stürmen versuchte und Absperrungen vor dem Parlament niederriss. Zudem wurden Polizisten mit Farbe und Leuchtraketen angegriffen.

Die Polizei vermeldete elf Festnahmen wegen Angriffen auf Sicherheitskräfte, Sachbeschädigung und Störung der öffentlichen Sicherheit. Drei Beamte wurden demnach leicht verletzt.

Grösste Demo seit 2010

Die Proteste waren die grössten seit 2010, als rund 50′000 Studenten in Grossbritannien auf die Strassen gingen, um gegen die geplante Erhöhung der Studiengebühren zu protestieren. Die Proteste hatten damals zu heftigen Zusammenstössen mit der Polizei geführt.

Seitdem wurden die Gebühren in rund einem Drittel der englischen Universitäten auf bis zu 9000 Pfund angehoben. Schottische Hochschulen sind dagegen weiterhin kostenlos.

(sda)

Frankreich: Gülle-Dusche für Behörden

Wenn Bauern in Frankreich protestieren dann laufen sie meist nicht nur durch irgendwelche Strassen und rufen Parolen. Neben Autobahnblockaden kann es wie im September auch schon mal dazu kommen das sie das Finanzamt in Brand stecken und/oder andere Behörden stürmen und verwüsten. Schon vor 2 Monaten sagte der Bürgermeister der Nachbargemeinde Saint-Martin-des-Champs, François Hamo «Dass es so weit gekommen ist, ist ein Zeichen grosser Verzweiflung. Irgendwie macht das Angst».

Auch in den letzten Wochen kam es zu Protesten. Diesmal wurde nicht nur Mist abgeladen sondern die Behördengebäude erhielten auch eine Gülle-Dusche

Mindestlohn

Black Block

‚…BlackBlock-Leute sind so böse und schlagen nur alles aus irgendwelchen Gründen zusammen‘

Das ist genau das was man so oder in ähnlicher Form fast überall hört. Der Grund ist ganz einfach: Black Block Leute sind keine Leute die nur labbern, ewigs Gespräche führen und so bleiben die Gründe für ihr Handeln oft im Dunkeln. Hier geben wir mal einigen Platz deren Meinung sonst nicht zu Wort kommt, weil sie ‚anderweitig‘ beschäftigt sind.

Webdoku: Fort McMoney

Förderkonzerne zermalmen Kanadas Urwälder, um aus Teersand Öl zu gewinnen. Doch wie weit darf die Industrie in dem Spagat zwischen Wohlstand und Zerstörung gehen? Testen Sie Ihr ökonomisches Streben und ökologisches Gewissen: Im Doku-Game „Fort McMoney“ von David Dufresne entscheiden Sie, wo die Grenzen liegen. Eine Produktion von TOXA und dem National Film Board Kanada in Zusammenarbeit mit ARTE.

mehr dazu bei ARTE

ZUR WEBDOKU

Glencore und das Gift

Die Kupferfabrik von Glencore verpestet in Sambia die Luft. Anwohner sterben an Asthmaanfällen, Ernten verdorren auf den Feldern. Darüber berichtete die Rundschau im März. Die Schweizer Rohstofffirma versprach Besserung und nahm eine neue Abgasanlage in Betrieb. Doch sind damit die Probleme gelöst?

Glencore erzielte im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von über 2 Milliarden Dollar. Und wo wir letztes mal das Thema Steuern hatten: Glencore bezahlte wie z.B. 2013 auch keine Steuern – im Gegenteil: Weil sie nicht so viel Gewinn machten (nur 2 Milliarden oh wie wenig) erbarmt sich die Schweiz und verlangt nicht nur keine Steuern, sondern spendieren eine Steuergutschrift von 163 Millionen.Diese Summe könne bei künftigen Steuerforderungen angerechnet werden.

TO CHANGE EVERYTHING – Kickstarter-Projekt

Über Kickstarter wird zurzeit für eine Broschüre zum Thema Kapitalismus, Klimawandel aber auch die Gegenbewegungen, Hintergründe u.v.m. gesammelt.

Wer die Leute unterstützen will kann das schon mit 5$ tun, dafür erhält er dann die Broschüre als PDF via Mail bei Erscheinen. Alle weiteren Infos auf untenstehendem Link

mehr Informationen zur Broschüre (englisch)

„Schön reich – Steuern zahlen die anderen“

Wie kann es sein das ein 5-facher Millionär nur 2000 Euro an Steuern zahlt, aber eine deutsche Arbeiterfamillie (bei dem die Eltern zusammen jeden Tag fucking 31 Stunden arbeiten) rund 7000 Euro? Dieser Frage geht folgende Doku nach.