Archiv für September 2009

Mit HighTech gegen Demonstrierende

Erwartungsgemäss war auch in Pittsburgh die Polizei zu Demonstranten nicht gerade sanft zugange und auch entsprechend ausgerüstet. Mindestens zum zweiten Mal hat die Polizei dabei eine sogenannte Schallwaffe eingesetzt. Um genau zu sein handelt es sich darum um eine sogenannte „Long Range Acoustic Device“. Diese Geräte scheinen aber nicht ganz ungefährlich zu sein:

Die neue Schallwaffe ist keineswegs so ungefährlich, wie ihre Erfinder und Anwender behaupten. Der vom Nachrichtenportal terra.cl befragte Militärexperte Guillermo Holzmann von der Universidad de Chile weiß zu berichten, dass die extrem lauten Töne bei un­sach­ge­mä­ßer Anwendung Hirnschäden hervorrufen können – von Ge­hör­schä­den ganz zu schweigen. Dass das polizeiliche Personal entsprechend ge­schult und vorbereitet ist, darf bezweifelt werden.
Quelle: http://blogs.taz.de/latinorama/tag/schallwaffe/

Im Einsatz zu hören, ist sie am besten auf einem SpiegelTV-Video über die Prostete gegen den G20 in Pittsburgh, ab Minute 0:50

Hier gehts zum Video

oder auch bei einer Trailer der Sea Sheperd gegen Walfänger

Heraus zum Antifa Abendspaziergang!

In Bern findet morgen Abend der legendäre und mittlerweile schon der 9.“antifaschistische Abendspaziergang“ statt. Nachdem es in den vorausgegangen Jahren zu teils heftigen Ausschreitungen kam, hetzten diesmal weder Medien noch Politik im vorraus gegen die Demo. Zu allem erstaunen ist heute noch bekannt geworden, das obwohl man nie eine Bewilligung beantragt hatte, die Demo bewilligt wurde.
Die Organisatoren:

Die Kantonspolizei hat uns, zu unserem Erstaunen mitgeteilt, dass sie den 9. Antifaschistischen Abendspaziergang bewilligt hat. Erstaunt hat uns die Nachricht deshalb weil wir nie ein Bewilligungsgesuch eingereicht haben. Wie bereits erwähnt, standen wir lediglich in Mailkontakt mit den Behörden und haben diesen die Demoroute mitgeteilt.

zur Frage des warums sie weiter:

Warum sich die Behörden zu diesem Schritt entschieden haben ist zurzeit Gegenstand von internen Diskussionen. Noch gibt es unterschiedliche Einschätzungen dazu ob es sich dabei um einen „Umarmungsversuch“ handelt, ob sich schlicht und einfach die PragmatikerInnen gegen die HardlinerInnen durchgesetzt haben oder ob gewisse Leute zur Einsicht gekommen sind, dass sie lieber bewilligen wollen was sie sowieso nicht verhindern können.

Solidarische Grüsse und egal was noch kommen mag, wir sehen uns am Samstag um 20 Uhr bei der Heiliggeistkirche in Bern! „

mehr Infos

Tödliche Feindbilder – Was die Intifada Kinder empfinden

Als der britische Kameramann James Miller begann seine Dokumentation über die Intifada-Jungen in Gaza zu drehen, konnte er nicht wissen, dass dies sein letzter Film sein würde. Sein professionelles Engagement für die Schwachen und Verletzlichen kostete ihn schließlich das Leben.

Der 34jährige Dokumentarist Miller wollte wissen, wie die halbwüchsigen Steinewerfer in Gaza leben. Warum suchen sie das Risiko? Was denken sie über die Israelis? Wie stellen sie sich ihre Zukunft vor? Oder hat der tägliche Umgang mit der Gewalt bereits ihre Seele vergiftet, ihr Leben zerstört?

Während Miller drei Jugendliche porträtiert, stirbt ein Freund von ihnen an den Folgen eines israelischen Schusses. Wenig später wird James Miller nachts trotz deutlicher Kennzeichnung als Fernseh-Mann selbst erschossen.

Miller und seine Co-Autorin Saira Shah haben als Team mehrfach den „Emmy“ und andere internationale Auszeichnungen erhalten. Urteil eines Juroren: „In jeder Einstellung sind Millers Fürsorge und Einfühlungsvermögen zu spüren. Das ist mehr als bloßes Filmen.“

Reaggea sozialkritisch

An dieser Stelle als Mittwoch-Special mal drei Reaggea Bands resp. Künstler, die sich dem Kampf gegen soziale Missstände, dem Kampf gegen Rassismus etc. verschrieben haben: Ragabund, Iries Revoltes und Damian Marley

übrigens hat Iries Revoltes gerade einen neuen Musik-Video rausgebracht. Iries Revoltes dazu: „Der Song ist unsere Antwort auf die Finanzkrise. Mit Eurer Unterstützung wollen wir „Zeit ist Geld“ in alle Radios bringen. Denn es ist an der Zeit klarzustellen, dass nicht alle Menschen bereit sind, Geld als das Maß aller Dinge anzusehen, als seien sie Figuren in einem Monopoly-Spiel. “

Fuck Yuppies! oder: „Gentrifizierung“


polylog fuck yuppies @ www.polylog.tv/videothek

Adbusting

Surplus oder Konsumterror

Für dieses Mittwoch-Special eine wirklich sehr interessante und wertvolle Doku über die Gesellschaft, Verhältnisse, den Konsum etc. aber auch Gegenbewugungen wie Globalisierungskritiker, Anarchisten… watch it! :-D

Die destruktive Natur der Konsumkultur „Wir sind dem Konsumterror ausgesetzt und “Surplus oder Konsumterror” stellt den Versuch dar, die Kommunikations-Sklaven der ersten Welt – ein Fünftel der Bevölkerung verbraucht vier Fünftel der natürlichen Rohstoffe – zum Nachdenken zu bringen.“ (John Zerzan) “Surplus oder Konsumterror” wurde 2003 auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival Amsterdam mit dem “Silver Wolf Award” ausgezeichnet.

Polizeibrutalität

Szene an der Demonstration „Freiheit statt Angst“. An der Demonstration nahmen nach verschiedenen Quellen um die 20′000 Terroristen teil, die nicht ohne Polizeibrutalität über die Bühne ging. Law Blod schreibt: Laut Fefes Weblog war der Auslöser übrigens “dass der Radfahrer eine Anzeige gegen einen anderen Polizisten erstatten wollte, weil er gesehen hatte, wie ein Freund von ihm unsanft einkassiert wurde.”

via immomentvorbei

Spiegel online Bericht

Deportation Class – Abschiebung mit der Lufthansa

Die Doku berichtet über die 2001 von kein mensch ist illegal und Libertad! intitierte Kampagne deportation.class, die sich gegen das lukrative Geschäft der Fluglinien, insbesondere der deutschen Lufthansa, mit Abschiebungen richtete. Höhepunkt der Kampagne war die erste und bisher einzige Online-Demo in Deutschland, an der sich schätzungsweise 10.000 Leute beteiligten.
Aus dem Aufruf:
“Tag für Tag sind es über hundert Menschen, die mit Gewalt in ein anderes Land verfrachtet werden, nur weil sie keine deutschen Pass haben – und noch viel mehr müssen ständig mit der Bedrohung leben: Morgen könnten sie kommen, um mich zu holen. Jedes Jahr werden etwa 40.000 Menschen aus Deutschland abgeschoben. Und der deutsche Staat, seine Behörden und Polizisten, die sich dieses Unrecht anmassen, können dabei bequem auf das weltweite Verbindungsnetz der Lufthansa zurückgreifen. Die grösste Fluglinie Europas stellt ihre Direktverbindungen willfährig zur Verfügung und machte sich zum Handlanger der Abschiebepolitik. Kein Zufall, dass sich beide Todesfälle bei Abschiebungen aus Deutschland – Kola Bankole 1994 und Aamir Ageeb 1999 – in Lufthansa-Maschinen ereigneten.
Für die Lufthansa ist das alles business. Ein verkauftes “deportee-ticket” unterscheidet sich in der Konzernbilanz nicht von einem Urlaubsflugschein. Aber deportation business ist kein business as usual. Es ist ein schmutziges Geschäft. Darauf haben zahlreiche Menschenrechtsorganisationen den Konzern immer wieder hingewiesen. Das antirassistische Netzwerk kein mensch ist illegal startete deshalb eine Kampagne, um das saubere Image der Lufthansa durch zu trüben: deportation class. Aber trotz dieser breiten Kampagne und einer ausgesprochen kritischen Medienberichterstattung zeigen sich die Manager nach wie vor uneinsichtig.
Die Lufthansa bereitet die Umstellung ihrer Verkaufs- und Vertriebsstrategie auf das Internet vor. Aber die Manager sollten sich nicht dem Gedanken hingeben, diese Verlagerung der Geschäfte ins Virtuelle könnte bedeuten, dass nun keine Demonstrationen mehr den reibungslosen Ablauf stören, wie dies in Reisebüros und vor Flugschaltern der Fall ist. Dies wäre nur durch einen Rückzug aus dem Abschiebegeschäft zu erreichen.

Kino-Spot:

Doku:

Dr Zirkus isch pleite!

hoffe mal nicht-schweizer verstehen’s