Archiv für August 2009

Why we fight – War sells – Die Kriegsgeschäfte der USA

1961 warnte der scheidende US-Präsident Dwight D. Eisenhower in seiner Abschiedsrede vor der zunehmenden Verflechtung von Militär und Industrie und dem wachsenden Einfluss dieses militärisch-industriellen Komplexes auf die Politik der Vereinigten Staaten. Mehr als 40 Jahre später ist diese Warnung mehr denn je aktuell. Schon immer waren Kriege auch gut für die Geschäfte, jetzt aber sind Unternehmen direkt am Krieg beteiligt. Im Irak-Krieg haben die USA ihr Gewaltmonopol aufgegeben und klassisches militärisches Handeln ist an zahlreiche Privatfirmen ausgelagert worden. Dabei ist ein undurchsichtiges Netz von Söldnern, Sicherheitsdiensten und Spezialeinheiten entstanden, deren Aktivitäten nur schwer zu kontrollieren sind. Der New Yorker Filmemacher Eugene Jarecki bietet in seiner Dokumentation Why We Fight – Die guten Kriege der USA eine schonungslose Innenansicht der Vereinigten Staaten. Vor dem Hintergrund der zahlreichen von Amerika in den letzten Jahren geführten Kriege analysiert er, wie sich das Verhältnis der USA zum Krieg verändert hat. Warum führt Amerika Krieg? Und welche politischen, ökonomischen und ideologischen Kräfte stehen hinter Amerikas Militärmaschinerie und treiben diese weiter voran? Das sind Jareckis zentrale Fragen, die er durch zum Teil hochkarätige Zeugen und eindrucksvolles Archivmaterial zu beantworten sucht. Opfer und Täter der US-Kriegshandlungen, menschliche Schicksale im Umfeld des Moloch Militär, Abtrünnige und Freiwillige geben der story ihr emotionales Gerüst. Vor dem Panorama eines oft kriegsbereiten Landes entsteht ein irritierendes Zeitdokument, das stets um eine Frage kreist: Why we fight – wofür wir kämpfen. Die Produktion Why We Fight ist 2005 beim Sundance Filmfest in den USA mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet worden.

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Der grosse Ausverkauf

Ein britischer Lokführer, eine philippinische Mutter, ein südafrikanischer Aktivist und die Bürger einer bolivianischen Stadt: Sie kämpfen bereits gegen das, was uns alle erwartet: den GROSSEN AUSVERKAUF.

„Ich habe einmal bestimmte Aspekte der Wirtschaftspolitik mit moderner Kriegsführung verglichen. In der modernen Kriegsführung versucht man zu entmenschlichen, das Mitgefühl zu beseitigen. Man wirft Bomben aus 15 000 Metern, aber man sieht nicht, wo sie landen, man sieht keine Schäden. Es ist fast wie in einem Computerspiel. Man spricht von „body counts“. Das entmenschlicht den Prozess. Genauso ist es in der Wirtschaft: Man redet über Statistiken und nicht über die Menschen hinter diesen Statistiken.“
(Joseph E. Stiglitz / Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften )

„Mit dem Film DER GROSSE AUSVERKAUF möchte ich zeigen, was hinter dem abstrakt klingenden Phänomen der Privatisierung öffentlicher Dienste steckt. Was es für die Menschen bedeutet, die davon direkt betroffen sind. Was eine Gesellschaft verliert, die Konzernen die Verantwortung für ihre Grundversorgung überträgt. Die Protagonisten in DER GROSSE AUSVERKAUF haben zu spüren bekommen, was es heißt, wenn ihre Wasser- und Stromversorgung, Busse und Bahnen und sogar das Gesundheitswesen komplett privatisiert werden. Sie haben mit etwas zu kämpfen, das uns früher oder später alle betreffen wird.

Aber mir ist wichtig zu zeigen, dass die Protagonisten in DER GROSSE AUSVERKAUF keine passiven Opfer, sondern würdevolle und aktive Individuen, die in der Lage sind, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und die privatisierte Realität, in der sie leben, zu verändern. Und wenn es nötig ist – Widerstand zu leisten. Der Film möchte die Öffentlichkeit aufrütteln und auf eine schleichende und gefährliche Entwicklung aufmerksam machen, die unser aller Leben betrifft.“
(Regisseur Florian Opitz)

Filmtrailer

Trailer: Capitalism: A Love Story

Michael Moores Trailer zu seinem neuen Film „Capitalism: A Love Story“

wer sich das lied am ende ganz anhören will, kann das _hier_ tun. ist vermehrt auf demos zu hören

Banker, sie wollen doch nur unser bestes!

ein Clip von Attac

Nachtrag: Squat Tempelhof

Ein Kurzfilm von der Aktion “Squat Tempelhof”, dem Versuch einer Massenbesetzung des ehemaligen Flughafens in Berlin am 20. Juni 2009.

mehr infos

Mobi Video Horrido Tromsö Demo

Rechtsradikale im Visier

NPD-Kundgebung in Berlin, Skinheadkonzert in Brandenburg oder rechte Demonstrationen in Bremen – das Mobile Einsatzkommando der Hauptstadt gegen Rechtsextremismus ist immer dabei. Erstmals ist es einem Fernsehteam gelungen, die oft verdeckt in der Szene arbeitenden Beamten der Berliner Polizei bei ihrer Arbeit zu begleiten.

>> http://www.youtube.com/watch?v=TM5h3jPSUN8 (einbetten des Videos war leider nicht möglich)

Die Macht der Manager

Zu Ludwig Erhards Zeiten hie es noch: Geht es der Wirtschaft gut geht es auch den Menschen gut. Heute dagegen so sagt etwa Hessens Ministerpräsident Roland Koch laute die Gleichung für immer mehr Menschen: Je besser es der Wirtschaft geht desto schlechter geht es mir.

weitere Teile bitte unter „ähnliche Videos“ nach Klick auf das Youtube Logo auswählen.

Brutale Abschiebung in Dänemark

In der Nacht auf den 13.August gegen 1.30 Uhr hat die Polizei mit einem Grossaufgebot damit begonnen die „Brorsons Kirke“ im Stadtteil Nørrebro zu räumen.
In dieser Kirche haben sich seit Anfang Mai etwa 60 irakische Flüchtlinge einquartiert um durch Kirchenasyl ihre drohende Abschiebung zu verhindern.
Ein Grossteil dieser Menschen lebt schon seit 10-12 Jahren in Dänemark,sie sprechen fliessend dänisch, haben Kinder mit dänischen Namen – sind also selbst in der konservativsten Definition in die Gesellschaft integriert.

Als Reaktion auf die Ereignise kam es gestern in Kopenhagen und vielen anderen dänischen Städten zu Demonstrationen gegen Abschiebung und für Bleiberecht.
Allein in der Hauptstadt gingen mehr als 20.000 Menschen auf die Strasse!


Mehr Infos zu den Demos gegen Abschiebung

siehe auch: Abschiebungs-Realität in Deutschland