Archiv für Mai 2009

Mobi-Video zum G8 in Italien

Chaostage ’95

Wieder Mittwoch und wie versprochen hier das Mittwoch Special.

Übrigens: Der VideoBlog wird ab dem 1.Juni fertig strukturiert etc. und damit offiziell online sein.

explosiver, lustiger, kreativer und wütend-machender zusammenschnitt aus diversen tv sendungen/filmen rund um die legendären chaostage im august 1995 in hannover. unterlegt mit punkmusik vom feinsten! zur erinnerung: anfang august 95 fand ein bis dato so nie dagewesenes punkertreffen statt, das durch unüberlegtes und unkoordiniertes eingreifen der polizei/politik in den wohl heftigsten krawallen und strassenschlachten der nachkriegsgeschichte endete. nach und nach sammelten sich in hannover nicht nur grossteile der punk szene europas sondern auch skins/hools/autonome… berichte, interviews, reportagen…natürlich in farbe! geschichtsunterricht mal anders.

Seit 1982 wird in der deutschen Punkszene und ihr nahestehenden Gruppierungen zu ›Chaos-Tagen‹ in Hannover und anderen Städten aufgerufen. In Hannover finden diese jeweils am ersten Augustwochenende statt. Der ursprüngliche Anlaß war die Einrichtung einer sog. ›Punker-Kartei‹ durch die Landespolizei, die durch eine möglichst große Anzahl von anwesenden Punks ›gesprengt‹ werden sollte. 1994 kommt es (nach zehnjähriger Pause) zu einem Wiederaufleben dieser Treffen, die in den Medien erstaunlich viel Beachtung fanden.

„Der Bürger fasst sich an den Kopf – er begreift die Welt nicht mehr. Da ziehen einige hundert Chaoten aller Schatierungen durch Hannover, sie praktizieren Chaos-Tage. Die Polizei wird wie so oft vorgeführt. Will es die politische Führung so, dass die Polizei zuschaut statt zuschlägt?“. Dieses Zitat eines RTL- Kommentators beschreibt wohl gleich „sehr treffend“ die Ereignisse in Hannover vom 4-6 August 1995, die von „Sprengkopf Recklinghausen“ in einem von ihnen selbst genannten Propagandafilm zusammengefasst wurden. Die zweiten großen Chaos Tage (nach 84) haben dem Spießbürgertum mal wieder die Frage nach den gesellschaftlichen Gründen „von solch einem Gewaltpotenzial“ aufgezwängt. Doch die tiefgreifende Analyse des „Otto Normal Spießers“ lässt sich sehr gut in den Worten eines älteren Hannoveranischen Bewohners zusammenfassen: „Die, die gehören alle unter die Erde“.

Um diesen Individuen einen weiteren Schlag ins Gesicht zu verpassen und zur Belustigung des restlichen Volkes ist der „Kampf der Welten“ sehr empfehlenswert für jeden, der auf diesen Staat scheißt. Der Film zeigt in absolut ironischer Form einmal die Gegenseite (also, gemeint „die Chaoten“). Prügelnde Bullen werden mit SS-Männern verglichen, die Punkerinvasion mit einem Angriff außerirdischer Wesen und die „toleranten“ Nachrichtenkommentare mit NS-Filmen. Weiterhin zu sehen sind: Bier trinkende „Asoziale“, Steine schmeißende „Vandalen“ und haufenweise Bullen, die wohl auch nicht so ganz zimperlich vorgegangen sind. Eigentlich sollten die Chaos-Tage ja nur eine Möglichkeit darstellen, wo alle Punker, Skins und Hooligans aus ganz Deutschland mal gemeinsam feiern können, aber durch die enthusiastische Teilnahme der Männer in Grün sind sie dann halt soch zu einem „Bürgerkriegsähnlichem Szenario“ mutiert. Auf dieses Szenario geht der Film auch größtenteils ein und der amüsierte Zuschauer sieht Bullen, die sich hinter Schilden verstecken, Punks, die Barrikaden aufbauen und wohl das beste, wie ein ALDI-Supermarkt von einer Horde eben dieser „Chaoten“ mit einem Rambock geplündert wird. (Wohlgemerkt: Dieses findet alles statt, während im Hintergrund der Werbungssong : „Vollbepackt mit tollen Sachen, hinein ins weekend feeling“ trällert). Immer wieder werden Reportagen und Nachrichten- sendungen eingeblendet, indem nun doch wieder das Bürgertum zu Wort kommt, das durch seine Medienrepräsentanten auch immer wieder seine Freude an den Ausschreitungen mitteilt und das ganze dann sehr objektiv berichtet(„Pflastersteine fliegen, Scheiben zerspringen, Wasserwerfer sind im Dauereinsatz“). Auch kommt es ab und an mal zu Ausflügen in die eher intelektuellen Kreise, wie bei diesen Ausführungen eines Punkers :“Spaß heißt saufen, kaputt machen, sich mit Bullen anlegen …Ich bin Punkrocker und ich schmeiß Mülltonnen“.
Die Musikalische Hintermalung des Filmes ist auch nicht schlecht, d.h. dass sich mehrere Deutschpunk- Bands zum Besten geben bei Lieder wie Pöbel & Gesocks und BGS.

„Dieser Film sollte ausschließlich in Gruppen nicht unter 5 Personen angeschaut werden, wobei der Genuss von alkoholischer oder anderer Mittel sehr hilfreich sein kann.“

Urheber 2.0 Jeder Nutzer ein Pirat ?

In jedem Kinderzimmer steht ein Filmkopierwerk, auf jedem Schreibtisch eine Plattenpresse, und das Internet ist ein riesiger Piratenmarkt für kostbare Kreativ-Inhalte. So sieht es die Entertainment-Industrie und versucht mit immer neuen Maßnahmen, Raubkopien zu bekämpfen – bisher wenig erfolgreich.

Mit dem Urheberrecht können aber nicht nur Tauschbörsen-Nutzer in Konflikt geraten, sondern auch all jene, die sich im Netz kreativ betätigen: Wenn die Grenzen zwischen öffentlich und privat verschwimmen, wenn Konsumenten selbst Medienproduzenten werden, kann plötzlich das private Karaoke-Video im Web rechtliche Folgen haben.

Muss das Urheberrecht endlich im Netz schärfer durchgesetzt werden – oder müssen eher die Gesetze der digitalen Realität angepasst werden?

Arbeit?

Was ist Arbeit?

Die Freie Antonia – Hausbesetzung in Freiburg


„Die Freie Antonia“ berichtet über die ersten Tage der Besetzung des Antoniterhauses in der Kirchstraße 16 in Freiburg. Das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Altersheim wird „befreit“.

Eine bunt gemischte Gruppe von Erwerbstätigen, Studierenden und LebenskünstlerInnen zieht ein und baut im Haus ein offenes Wohn- und Kulturprojekt auf. Sie wollen hier erschwinglichen Wohnraum schaffen, in dem Mensch die Möglichkeit hat, in einer Gemeinschaft frei und eigenverantwortlich zu leben.

Die FREIE ANTONIA, das offene Wohn- und Kulturprojekt in der Kirchstraße 16 in Freiburg wurde am 19.05.09 geräumt.

In den wenigen Tagen seines Bestehens, erfreute sich das Haus einer regen Beteiligung vieler FreiburgerInnen, speziell seiner NachbarnInnen und vieler anderen solidarischen Menschen die darin eine wunderbare Chance auf emanzipatorischen Freiraum sahen. ….weiterlesen


Die Freie Antonia [ www.cinerebelde.org ]

Hirnwäscher – Wie gefährlich ist Scientology?

Wer dem Verein, der sich Kirche nennt, in die Quere kommt, wird an den Pranger gestellt, dem drohen – wie es in einem internen Kommando-Papier der Bewegung heißt – “geräuschvolle Ermittlungen” durch eine Spezialeinheit der Scientologen:

Befragungen bei Freunden und Nachbarn: “Du betonst immer wieder, dass du bereits einige erstaunliche Tatsachen beisammen hast … es macht nichts aus, wenn du nicht viele Informationen erhältst. Sei nur geräuschvoll – es funktioniert ganz fantastisch.” Ein aktueller Fall aus Florida zeigt, wie ein Scientology-Kritiker mit System in den Selbstmord getrieben wurde.

Auch in Deutschland hat sich die Organisation mit Stammsitz Los Angeles lägst breit gemacht. Das System ist weit verzweigt, aufgegliedert in Organisationen mit zumeist harmlos klingenden Namen: “Narconon” – ein Verein, der vorgibt, Drogenmissbrauch zu bekämpfen. “Criminon” verspricht die Läuterung von Kriminellen, “Professionelles Lernen” lockt mit Nachhilfe-Unterricht.

Die resolute Sekten-Kritikerin Ursula Caberta, Leiterin der Arbeitsgruppe Scientology in Hamburg (der bislang einzigen staatlichen Beratungsstelle dieser Art), weiß aus jahrelanger Erfahrung, was hinter diesen vermeintlich unverfänglichen Angeboten steht: Ökonomisches Wachstum und Machterweiterung der Bewegung. Insider und Aussteiger weltweit, Menschen ohne Angst, beschreiben den Alltag von Scientology: von den Anwerbungsversuchen bis zu den Prozeduren der Hirnwäsche. Immer wieder wird, etwa von Politikern aus Hamburg und Bayern, ein Verbot von Scientology gefordert. Aber die seit Jahren gesammelten Erkenntnisse des Verfassungsschutzes scheinen nicht auszureichen.

Die Dokumentation von Tilman Jens beleuchtet, anhand von Aussagen zum Teil hochrangiger Aussteiger wie John Duignan, den wenig menschenfreundlichen Alltag in der Sekte, die ein eigenes System von Umerziehungslagern unterhält: eine Bestandsaufnahme – am Vorabend des deutschen Filmstarts von “Operation Walküre”, der die Diskussion um die vermeintliche Kirche noch einmal anheizen wird: Was kommt heraus, wenn sich Tom Cruise, der bekannteste Scientologe der Welt, am Widerständler Claus von Stauffenberg versucht?


Watch Hirnwaescher von dokucity.com in Bildung  |  View More Free Videos Online at Veoh.com

Wasser-/Gemüseschlacht in Berlin

Friedrichshain und Kreuzberg sehen dabei den jeweils anderen Stadtteil als abtrünnig an und bezichtigen sich gegenseitig, von dem anderen Bezirk völkerrechtswidrig abgespalten oder okkupiert worden zu sein. Friedrichshain bezeichnet Kreuzberg dabei als „Unterfriedrichshain“, Kreuzberg nennt Friedrichshain „Ostkreuzberg“. Erklärtes Ziel ist es daher immer, die Einheit der beiden Stadtteile – selbstverständlich unter eigener Führung – wiederherzustellen. Zusätzliche Ziele können willkürlich, teilweise auch spontan ergänzt werden. So fordert die Friedrichshainer Seite zusätzlich zum Beispiel die Unabhängigkeit von Berlin und der Bundesrepublik Deutschland sowie den Austritt Groß-Friedrichshains aus der NATO.

Zu Ausschreitungen kam es bisher nicht, bis auf einen Fall, der es aufgrund seiner Kuriosität bis ins Regionalfernsehen (RBB) geschafft hat.

Widerstand.com

Überall in der Welt werden heute Stimmen laut, die vor einer Einschränkung der persönlichen Freiheit des Menschen durch moderne Überwachungstechnologien warnen. Globalisierungsgegner, Anarchisten mit Hang zu zivilem Ungehorsam und fortschrittsfeindliche Ex-Hippies treten hier ebenso in Erscheinung wie begabte junge Hacker und Menschen, die an eine weltweite Verschwörung glauben. Sie alle vereint der Kampf gegen Verfolgungs- und Registrierungstools. Verantwortungsbewusste Bürgerinitiativen setzen sich zur Wehr!

Blockiert, Blamiert, Beleidigt – Proteste gegen „Pro Köln“

Am 20. September 2008 haben zehntausende Demonstranten und Demonstrantinnen durch Massenblockaden den rassistischen „Anti-Islamisierungs-Kongress“ von „Pro Köln“ verhindert. Die Blockaden hatte das „Bündnis gegen Pro Köln“ organisiert und dazu unter dem Motto „Aufgestanden, hingesetzt, blockiert“ aufgerufen

Kontrolle Total

Morgen schon werden alle registriert, erfasst, gechipt und überwacht… Aber was, wenn diese Sicherheit letztlich nur Illusion wäre? Was, wenn die Waffen, die schützen sollen, sich plötzlich gegen ihre Erfinder richteten? Errungenschaften, Schwachstellen, Risiken und Widersprüche einer technologischen Flucht nach vorn.
Heute lässt sich genau nachvollziehen, was ein Internetnutzer im Web macht, zum Beispiel welche Bilder er wann und auf welchem Server herunter lädt. Besuchte Sites, Online-Einkäufe, herunter geladene Dateien, gelesene Artikel und so weiter. Fachleute für neue Technologien ziehen eine beunruhigende Bilanz über die Maßnahmen zur Überwachung des Individuums. Verfolgungs- und Identifizierungstools sind in Mode – von Peking bis Paris und von Tunis bis Berlin. Sehr beliebt sind Viren und Hackerprogramme, die die Kontrolle über PCs, Webcams und Mikrophone übernehmen und zu Hause oder am Arbeitsplatz in die Privatsphäre der Menschen eindringen. Die totale Überwachung ist in der Computerwelt bereits Wirklichkeit – auch wenn es keiner sieht und keiner merkt!
Begegnung mit Pierre Gattaz, dem Vorsitzenden des Verbands der französischen Elektronikindustrie: „In unserer demokratischen Gesellschaft wird Sicherheit oft als Einschränkung der persönlichen Freiheit empfunden. Es muss erreicht werden, dass die Bevölkerung die verwendeten Technologien wie Biometrie, Videoüberwachung und Kontrollen akzeptiert.“ Biometrische Verfahren kommen in immer mehr Unternehmen und Institutionen zur Anwendung, mitunter ohne Genehmigung der Datenschutzbehörde. Der Film zeigt Beispiele in einem Krankenhaus, einer Schule und einer Stadtverwaltung. Die Gewerkschaften sprechen von „Bespitzelung“ und weisen auf neue Krankheiten durch Stress und ständige Überwachung hin. Auch die Fehlbarkeit biometrischer Technologien und die Risiken des Datendiebstahls sind Thema. Ein Mensch kann sein Passwort ändern, nicht aber seinen Fingerabdruck, seinen Netzhautabdruck oder seine DNA. Dies machen Hacker sich für eigene Zwecke oder im Dienste von kriminellen Organisationen zu Nutze. Die neuen Technologien bergen neue Risiken.
In den Vereinigten Staaten engagiert sich Katherine Albrecht gegen die Identifizierung über Radiowellen (Radio Frequency Identification, RFID). Sie warnt vor einer Beschränkung der individuellen Freiheit unter dem Druck der Industrie: Die Hersteller, so Albrecht, wollen in jedes Produkt einen Mikrochip einsetzen, um genau feststellen zu können, wer wann und wo welche Produkte kauft. Hierdurch informieren sie sich unbemerkt über die Konsumgewohnheiten des Verbrauchers. Die RFID-Revolution ist in vollem Gange, und Mikrochips sind in unserem Alltag, in Forschungszentren und Krankenhäusern bereits allgegenwärtig. In Europa und Amerika wurde sogar bereits damit begonnen, Mikrochips in den menschlichen Körper einzupflanzen. Die Dokumentation zeigt erstmals, wie ein implantierter Chip entfernt wird. Anschließend führt sie nach Mexiko, das auf dem Gebiet der Chipimplantate eine ähnliche Vorreiterrolle spielt wie London bei der Videoüberwachung. Allein in Mexico City haben rund 1.000 Personen ein Implantat, zumeist aus medizinischen Gründen. Ein Fachmann für Geolokalisierung spricht über zukünftige Anwendungen, bei denen durch Kombination des RFID-Chips mit einem GPS-Sender der gechipte Gegenstand oder Mensch in Echtzeit geortet werden kann. Entführungen erleben in Mexiko einen solchen Boom, dass manche Unternehmen ihren Angestellten kostenlose Geolokalisierungssysteme anbieten.
Der Film stellt die Frage, welchen Preis wir für eine möglicherweise trügerische Sicherheit zu zahlen bereit sind. Jede der neuen Technologien mag für sich gesehen beherrschbar erscheinen, doch wie wird die Gesellschaft in 10 oder 15 Jahren aussehen, wenn all diese Systeme geballt zum Einsatz kommen?